20 Filme im Kinderprogramm der Kurzfilmtage Oberhausen

In „Klassenfahrt“ von Jonatan Etzler versucht Elin, in ihrer neuen Schulklasse Anschluss zu finden.
In „Klassenfahrt“ von Jonatan Etzler versucht Elin, in ihrer neuen Schulklasse Anschluss zu finden.
Foto: Jonatan Etzler
Was wir bereits wissen
Filme aus Frankreich, den Niederlanden, Argentinien, Mexiko und Kolumbien befassen sich mit Pubertät, Verlust, Mobbing... Es gibt aber auch lustige Themen.

Ein siebenjähriges Mädchen möchte gern eine Prinzessin sein. Ein anderes Mädchen hat Angst um seine todkranke Oma. Und der neunjährige Mathys will im Schwimmbad beweisen, dass er mutig ist. Diese drei Kinder und noch viele mehr sind die Hauptfiguren in ganz besonderen Filmen. Es sind Kurzfilme, die bei den Kurzfilmtagen in der Stadt Oberhausen gezeigt werden. Das ist ein berühmtes Filmfestival, bei dem es auch Preise gibt. Es läuft vom 30. April bis zum 5. Mai.

Bei den Kurzfilmtagen wird jedes Jahr ein besonderes Programm für Kinder und Jugendliche gezeigt. Die Filme dauern manchmal nur einige Minuten. Sie wurden in vielen verschiedenen Ländern gedreht, zum Beispiel in Frankreich, Mexiko, Kolumbien, Argentinien oder den Niederlanden.

Drei Affen und eine Banane

Im Kinderprogramm laufen 20 Filme. Sie sind unterteilt in die Gruppen „ab 3 Jahren“, „ab 6 Jahren“, „ab 8 Jahren“ und „ab 10 Jahren“. Hier einige Beispiele: In dem Film „Das Gesetz des Dschungels“ versucht ein Affe, an eine riesige Banane heranzukommen. Zwei größere Affen wollen das auch, doch der kleine Affe trickst die beiden aus. In „Königin Po“ erzählt ein Vater seiner Tochter eine fantasievolle Gutenachtgeschichte mit Frau Triangel und Herrn Vierangel. Und in dem Film „Klassenfahrt“ merkt Elin in ihrer neuen Schulklasse, dass Unterschiede zwischen armen und reichen Kindern gemacht werden.

Franziska Ferdinand leitet den Kinderfilmwettbewerb. Sie sagt: „Die Filme zeigen die Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen. Es geht um die Freuden der Kindheit, aber auch um die Schwierigkeiten des Erwachsenwerdens.“ Auch um den Verlust von geliebten Dingen und um den Tod drehen sich manche Filme. In „Oma“ stirbt zum Beispiel die Großmutter eines kleinen Mädchens. Die Filme sind sowohl Animations- als auch Realfilme, dazu gibt es Experimentalfilme, Tanzfilme und Dokumentationen.

„Wir setzen auf Themen, die etwas schwieriger sind und die man deshalb im Kinder- und Jugendfilm nicht auf Anhieb vermuten würde“, so Franziska Ferdinand. Bei den Vorführungen im Oberhausener Kino Lichtburg werden sämtliche Filme im Original gezeigt, die deutschen Texte werden eingesprochen. Kinder müssen also keine Angst haben, den Film nicht zu verstehen.

Poetry Clips von Oberhausener Schülern

Im Jugendprogramm laufen 15 Filme („ab 12 Jahren“, „ab 14 Jahren“, „ab 16 Jahren“). Neben dem Wettbewerb gibt es darüber hinaus Sonderveranstaltungen. Am 3. Mai läuft um 10.30 Uhr ein 3D-Programm für Kinder ab 8 Jahren mit dem Titel „Scheinwelten“. Zudem gibt es ein Kindergartenprogramm (30. April, 10.30 Uhr) mit Spielaktionen. Für den Poetry Clip-Wettbewerb haben Oberhausener Schülergruppen Poetry Clips gedreht. Und bei „MuVi14+“ laufen internationale Musikclips.

Die Kinderjury besteht aus fünf Schülerinnen und Schülern der Oberhausener Grundschule am Froschenteich. Die Jugendjury kommt von der Fasia-Janse-Gesamtschule. Schülerinnen uns Schüler dieser Schule moderieren auch alle Wettbewerbsprogramme.

Alle Filmprogramme werden vom 30.4. bis 5.5. mehrmals im Kino Lichtburg in Oberhausen gezeigt. Die Termine findet ihr auf der Internetseite www.kurzfilmtage.de. Das Programmheft gibt es hier.

Kinder zahlen 2 Euro Eintritt, Erwachsene 3 Euro.

Schul- und Kindergartengruppen können sich unter Tel. 0208/825-3053 anmelden.